WinterLUFT 2011 – Eine Weihnachtsgeschichte

Und es begab sich aber zu jener Zeit, dass ein Frisbeeturnier durchgeführt wurde. Dieses Turnier war beileibe nicht das erste und wurde durchgeführt, als Baschar al-Assad Präsident der Arabischen Republik Syrien war. Und alle gingen hin, um Ultimate zu spielen, ein jeder in die Stadt seiner Vorfahren (oder nach Lübeck, falls die Vorfahren doch irgendwo anders lebten).

Auch eine Gruppe blauer und sehr flippiger Muddis machte sich auf den Weg. Da in der Herberge kein Platz mehr war, schlugen sie ihr Lager am Freitag Abend in einer kleinen Sporthalle auf. Da traten Farmer und Geister zu ihnen, und die Herrlichkeit dieser Erscheinungen erschreckte sie, doch die Farmer und Geister sprachen: “Fürchtet euch nicht!” und allerlei weiteren Unsinn, bis nach einem lustigen Anreiseabend irgendwann die Zeit der Nachtruhe gekommen war, um am nächsten Tag fit zu sein.

Am Samstag morgen ging es also sowohl für die schon angereisten, als auch für die Nachzügler, die keinen Bock auf Ausschlafen hatten, als erstes zur Polizei, dem freundlichen Wachmann am Tor Hallo sagen und dann ab in die Halle (auf dem Gelände). Zusammen mit wechselnden PickUp-Spielerinnen, die dafür gesorgt haben, dass Alina schweren Herzens doch nicht durchspielen durfte, wurde der Ratschlag vom letzten Abend befolgt sich nicht gefürchtet, und statt dessen einfach mal Gas gegeben!

Erstes Spiel gegen Jena, von denen der Großteil etwa um 5 Uhr morgens angekommen ist und seitdem offenbar noch nicht genug Kaffee getrunken hatte: Heiß wie Frittenfett holten wir uns am Anfang des Spiels die ersten ichweißnichtmehrwieviel Punkte ab, bevor Sie auch mit dem Kopf in ihren Sportsachen angekommen waren. Danach konnten sie noch mal aufdrehen und in der zweiten Hälfte war es ein schön ausgeglichenes Spiel, was an unserem Sieg jedoch nichts änderte.

Danach gegen DiscUrs den nächsten sicheren Sieg eingeholt, und noch sicherer gegen Greifswald gewonnen, die nur mit drei Herren und einigen Damen (und für das Spiel PickUps aus Hamburg) vertreten waren, und zwar hochmotiviert, aber doch deutlich unerfahrener als wir Bremer waren.

Danach war als Pause im Spielablauf das Beerrace angesetzt, in einer Halle in der Alkohol verboten war. Als Entschädigung für das fehlende Bier gab es fast leckere, nicht zu feuchte Plätzchen im Kilo-Pack und eine himmlische Brause in der Geschmacksrichtung Hustensaft-Kinderzahnpasta, die von anderen Teams für den Sieg hinuntergeschlungen wurden, um dann in der großen Luftballon-Zertret-Schlacht zu glänzen, während echte Bremer natürlich wissen, dass solche Delikatessen mit Ruhe genossen werden wollen.

Den Tagesabschluss bildete das Spiel gegen die Baltimates. Auf jedem Turnier, auf dem man sich trifft, bedeutet diese Kombination ein heißes, spannendes Spiel mit hochklassigem Spirit, und dieses Mal stellte keine Ausnahme dar. Hart umkämpft gelang es uns Bremern aber ziemlich gut in der Defense einen Tacken heißer zu sein, und vor allem in der Offense etwas ruhiger und sicherer das zu spielen, was wir können, und somit am Ende den Sieg und die Gruppenführung mitzunehmen. Noch weiter motivierender Nebeneffekt: Dadurch das erste Spiel am Sonntag um 11:20 Uhr!

Wenn das nicht nach schönem Lübecker Nachtleben schreit! Lecker in einem Geheimtipp der ganzen ehemaligen Lübecker gegessen, den schönen Weihnachtsmarkt mit den schönen Glühweinbuden begutachtet und schließlich zur Party. Dort hat Malte erst mal freundlicherweise den 15 – 20 frierenden Frisbeelẽros, die vor verschlossener Tür warteten, gezeigt, dass man auch einfach an ein Fenster klopfen und um Einlass bitten kann, und schon waren wir im inzwischen berühmt-berüchtigten Lübecker Partykeller. Dort haben wir uns als vorbildliche Sportler verhalten, die Pflichtbewusst als erstes die Kehlen geölt haben, für die Sideline-Arbeit am nächsten Tag und direkt danach die Handgelenke gelockert, indem einmal auf den Kicker geklopft wurde, der in den nächsten Stunden nicht mehr aus Bremer Hand gegeben wurde (kurze Zwischenfrage: gibt es bei Ultimate Bremen das ungeschriebene Gebot, dass ein Spieler auch gut Kickern können muss? Es schien auf jeden Fall so). Und schließlich wirft man ja nicht nur auf dem Feld, sondern läuft auch, dass als letzte Station die Tanzfläche ausgiebig zum lockern der Beine genutzt wurde, bevor wir zu einer natürlich sehr vernünftigen Uhrzeit zurück zur Schlafhalle aufgebrochen sind. Alle bis auf André den Zauberer, der uns auf der Feier verabschiedet hat mit den Worten, dass er noch ein bisschen da bleibt, und als wir die Halle betreten uns mit der Zahnbürste in der Hand begrüßt – mysteriös.

Am Sonntag dann im Halbfinale erneut gegen Jena. Wir wussten noch vom Vortag, dass sie nicht zu unterschätzen waren, sie hatten schon ein Spiel gehabt und wollten mit Sicherheit die Revanche! Das Spiel war auch entsprechend heiß, aber am Endergebnis konnten sie auch diesmal nichts ändern: Bremen steht im Finale!

Was direkt zum traurigen Teil der Geschichte führt: War es weil wir gesehen haben, wie Hamburg die Lübecker in dem anderen Halbfinale auseinandergenommen haben, oder weil unsere Augen vom weiß ihrer Trikots und dem Rosa ihrer Kappen geblendet waren: in den ersten fünf bis zehn Minuten haben wir einiges auf dem Feld gemacht, und ein erschreckend großer Anteil davon war “eine halbherzige Defense spielen” und “Scheiben unnötig wegwerfen”. Somit stand es 0:6 als wir uns doch noch als Team dazu entschließen konnten, geil Ultimate zu spielen. Der zweite Teil des Spiels sah dann auch ganz anders aus, wir setzten ihnen in der Defense immer mehr zu, und schafften es auch immer besser ihre Breaks zu nehmen. Umgekehrt wurde die Offense auch wieder ruhiger, so dass wir unsere Scheiben nicht mehr wegwarfen, sondern zum Punkt verwandelten. Doch leider war die Zeit gegen uns, so dass wir uns zwar schön an die Hamburger herankämpfen konnten, aber bei Ablauf der Zeit immer noch zwei oder drei Punkte hinten lagen.

Somit: Platz zwei für deine flippige Mudder (auch wenn der Fanblock und die anderen Teams manchmal nur den flippigen Teil und nicht die einsame Muddi gesehen haben). Das auf einem genialen Turnier mit einem noch viel genialeren Team, bei dem wirklich jeder hart gerockt hat und bis zur letzten Minute im geilen Finale nur Gas gegeben wurde!

– Mischa Ungermann

WinterLUFT2011

Dabei waren Leo, Nils, Malte, André, Alina, Kai und Mischa

4 Responses to “WinterLUFT 2011 – Eine Weihnachtsgeschichte”

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