11. Mückencup: 2 Tage, 8 Muddies, 98. Muddertag

2012-05-14_Mueckencup_ohne_Alina
Mit dabei (von links nach rechts, von vor der Kamera nach hinter der Kamera): Lorenz, Sonja, Christian, Nico, Friedrich, Christoph und Frederik

Noch nicht allzu lang ist es her, da zogen acht Gefährten aus, ihren Verein und die Müdder dieser Welt zu vertreten. Im fernen Magdeburg ließen sie sich nieder auf den grünen Wiesen am Stadion Neue Welt, voller Vorfreude auf die kommenden Tage.

Nachdem man sich bei strahlendem Sonnenschein und einem (das ganze Wochenende anhaltenden) Wind warm gemacht hatte, eröffneten Deine Mudder und DJ Dahlem am Morgen des 12. Mai um neun Uhr den elften Mückencup. Trotz hoher Motivation gelang es uns nicht, gegen die Damen und Herren aus der Hauptstadt anzukommen. Nach einem deutlichen fünf zu null für die DJs ging es trotzdem gut gelaunt erst mal zu einem ausgiebigen Frühstück. Auch das zweite Spiel war mit null zu vier aus müdderlicher Sicht ein Griffin‘s Lehre. Im Anschluss überraschten uns die Greifswalder mit selbstverzapften Spirit-Köstlichkeiten. Für eine Zäsur sorgte Deine Mudder im dritten Spiel gegen das Hochschulteam Harz on Fire. Mit unserer neu etablierten Zone schafften wir es, unsere, selbst im Vergleich zu uns noch unerfahrenen Gegner, einigermaßen zu überfordern und den lang erwarteten Sieg einzufahren. Mit einem wohltuenden fünf zu null im Rücken ging es in die Halbzeit des ersten Tages. Hoch motiviert jedoch ohne große Aussichten auf einen Sieg schafften wir immerhin einen Ehrenpunkt gegen die Pick-Ups (1:9), misson accomplished, ab zum Buffet und die lange Pause in der Sonne genießen. Manch einer konnte gar nicht genug kriegen und warf sich in jedes Spiel, in dem noch Platz für einen Pick-Up-Spieler war. Das restliche Team verharrte in Ehrfurcht mit Bier und Nudelsalat vor den heimischen Zelten und wartete auf den Sonnenbrand.

Tief entspannt ging es dank partieller Unterzuckerung vorerst nur zu siebt gegen das zweite Berliner Team. Im spannendsten Spiel des Tages gegen Hund Flach Werfen gaben beide Mannschaften alles. Am Ende obsiegten die Berliner mit einem knappen fünf zu vier. Langsam aber sicher wurde es Abend im schönen Magdeburg und nicht wenige schielten erwartungsvoll Richtung Grill, der einen wohltuenden Duft über Spielfelder und Zeltstadt wehen ließ. Im letzten Spiel des Tages traf Deine Mudder auf die Gäste aus dem fernen Warschau. Diese überraschten mit einer interessanten Defense und konnten, obwohl gefühlt spielerisch nicht übermächtig, mit einem deutlichen Endstand von neun zu eins den Tag erfolgreich beenden.

Danach hieß es kurz pausieren und fertig machen zum Beerrace. Für Bremen an den Start gingen Sonja, Friedrich und Christoph. Nachdem das erste Bier geleert war ging es im Vier-Bein-Lauf zur zweiten Trinkstation. Der Fußfesseln entledigt und einem weiteren Bier musste auf zwei Händen und zwei Füßen dem dritten Bier entgegengelaufenhuckepacktschubgekarrt werden (wieder einmal zeigten sich die Warschauer mit einer vielleicht langsamen aber innovativen Technik, der zweifach-einbeinig-gehüpften Schubkarre) und im Sprint zu dritt die Ziellinie überquert werden. Den Sieg heimste ein anderes Team ein (hier versagt leider das Gedächtnis). Dann galt es zum strategisch richtigen Zeitpunkt die Dusche zu erobern (nicht leicht bei nur sechs Duschplätzen für 12 Teams) und sich anschließend am Grill einzureihen, bevor es für die Meisten dann zum public viewing in den vorbereiteten Frühstücks-/Fernseh-/Partyraum ging, um die Niederlage der Bayern zu zelebrieren.

Draußen wurde es dunkel. Perfekt, um bei nettem Rückenwind Pulls zu üben bevor Deine Mudder den wieder mit Sauerstoff gefüllten und von allen Fußballanzeichen gereinigten Partyraum eroberte - schließlich war der Partypreis erklärtes Ziel des Kapitäns. Über die Vorgänge dieser Nacht sei nicht viel berichtet, da sich der Berichterstatter nach einem viel zu frühen Morgen ebenso früh in den Schlafsack verabschiedete (die vorherrschende Meinung, man brauche auf hartem Boden eine Isomatte oder gar Luftmatratze sei hiermit endgültig wiederlegt). Fest steht jedoch, dass zwei besonders ambitionierte Muddies die Hosen runterließen und neben Griffin’s Lehre ebenfalls mit dem angestrebten Preis ausgezeichnet wurden.

Und dann war er endlich da.
Der Tag aller Tage.
Der 98. offizielle MUDDERTAG der Geschichte.
Nachdem auch die letzten Muddies nach einigen wenigen Stunden Schlaf von einem gewissen Berichterstatter (wohlgemerkt ausgeschlafen diese Sau) auf mehr oder weniger sanfte Art geweckt wurden, traf man sich schon kurz darauf zum Aufwärmen und zum ersten Spiel gegen DiscUrs, die als drittes Team aus der Hauptstadt angereist waren. Nach der Abreise einer Gefährtin am Vorabend hieß es nun vor allem für unsere einzige verbleibende weibliche Mudder Sonja durchhalten. Glücklicherweise konnten wir sowohl männliche als auch weibliche Pick-Ups anheuern. Passend zum Muddertag gebührten uns die ersten beiden Punkte des Spiels, mussten uns jedoch den überlegenden Berlinern mit einem drei zu neun geschlagen geben („Es stand mal zwei zu drei.“). Als kleine Aufmerksamkeit zum Muddertag gab es von den Siegern noch ein kleines Blumensträußchen bevor es zum Frühstück ging, während man sich nebenbei der Spiritaufgabe der Veranstalter widmete. Jedes Team musste, bewaffnet mit Buntstiften und der eigenen Kreativität, jeweils ein Magdeburger Stadtmotiv einem Frisbee-Makeover unterziehen.

Wohl genährt und aufgewärmt ging es dann noch einmal gegen die Truppe von Hund Flach Werfen. Gleich vier Pick-Ups stellten sich Deiner Mudder zur Verfügung, sodass es gut gelaunt und bunt gemischt in das letzte Spiel ging, welches dieses Mal mit zwei zu neun jedoch deutlicher zu Gunsten der Berliner ausging.

Da die Sonne immer noch lachte und es noch nicht Zeit für das Finale war, wurden spontan beide Teams gemischt und bei einem weiteren Spiel just for fun dem Ultimate-Fieber gefrönt, bevor es daran ging, die letzten Grillbestände abzugreifen und frisch geduscht dem Finale beizuwohnen.

Das Resultat zweier Tage voller Sonne, Wind und Wärme: Deine Mudder erreicht Platz acht von zwölf, die Sieg geht an DiscUrs, Hund Flach Werfen sichert sich den Spiritpreis, den Partypreis teilen sich Griffin’s Lehre mit Lorenz und Friedrich.

Zur Siegerehrung durfte jedes Team das gemalte Kunstwerk einer anderen Mannschaft als Andenken mitnehmen.

Und so ging es dann auch wieder auf die Heimreise nach einem unvorhergesehenen halbstündigen Sit-in an der Bushaltestelle (wo manch einer schon mal etwas Schlaf nachholte). Am Hauptbahnhof traf man sich mit den Herrschaften der Göttinger7 (Wildtierfütterung inklusive), bevor es dann mit Regio und Heidensprinter (‘‘sprinter‘‘) vorbei an Orten mit amüsanten Namen und Tanklastern mit Qualitätsbutter wieder in die Heimat ging.

Als Endergebnis lässt sich festhalten: Wetter, Rasen, Leute, Essen, alles geil!!

Diesen Bericht widme ich meinen Mitmuddies Alina, Sonja, Chris, Christoph, Friedrich, Lorenz und Nico.

War ein geiles Wochenende!

Frederik

One Response to “11. Mückencup: 2 Tage, 8 Muddies, 98. Muddertag”

  1. Kommentar von Nova Science Publishers — Dezember 12, 2014 @ 9:30 am

    Something else that we would really need to do for something that we might also be doing well enough.

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