C-Reli Nord-West in Köln, 27./28 Feb. 2010

DMB hat sich erneut für die dritte Liga Indoor qualifiziert. Mit einer starken Teamleistung am zweiten Tag konnte einer von vier Qualifikationsplätzen erreicht werden. Es war ein Kraftakt der besonderen Art. Aber lest selbst in aller Ausführlichkeit…

Zunächst kurz zum etwas komplizierten Modus: Bei der C-Reli Nord-West in Köln traten 10 Teams an, die sich zunächst auf zwei Vorrunden-Gruppen aufteilten. Jeweils die ersten Drei der Gruppen qualifizierten sich für eine  „obere“ 6er Gruppe,  in welcher die vier  Aufstiegsplätze ausgespielt wurden. Die Spiele gegen die beiden Teams der eigenen Vorrunden-Gruppe wurden jeweils in die obere Gruppe mitgenommen. In unserer Gruppe waren: Aachen 2, Bad Rappenau 2, Heilbronn und Düsseldorf. In der anderen spielten: Köln 2, Münster, Darmstadt, Berlin, Massenbach (nicht angetreten).

Unsere Gruppenspiele waren für Samstagnachmittag angesetzt. Die andere Gruppe spielte am Samstagvormittag. Hier hatte sich Köln locker durchgesetzt und nahm 2 Siege in die obere Gruppe mit. Die beiden anderen Teams, die sich für die obere Gruppe qualifizieren konnten waren Münster (1 Sieg) und Darmstadt (0 Siege). Nun war es also an uns, es den drei Teams gleich zu tun. Es ging gut los. Gegen Aachen und Bad Rappenau konnten wir uns jeweils in zwei engen Spielen durchsetzen (Aachen (12-11) und Bad Rappenau (9-7)) und waren damit so gut wie sicher für die obere 6er Gruppe qualifiziert. In den letzten beiden Spielen, gegen Düsseldorf und Heilbronn, ging es nun darum Siege mit nach oben zu nehmen. Das Spiel gegen Düsseldorf war schnell vorbei, da wir irgendwie den Start verpassten und auch nicht mehr ins Spiel fanden. Wir verloren 13-5. Im letzten Spiel gegen Heilbronn gaben wir alles, aber verloren denkbar knapp mit 13-14, obwohl wir den Sieg im letzten Punkt nach einer harten Defense und Scheibeneroberung auf der Hand hatten. So ging es zwar in die oberen Gruppe, aber leider mit null Siegen. Heilbronn ging mit zwei Siegen und Düsseldorf mit einem Sieg hoch.

Ziel musste es nun sein alle 3 Spiele am Sonntag gegen die Teams aus der anderen Gruppe zu gewinnen, um ungefährdet und aus eigener Kraft aufzusteigen. Leichter gesagt als getan. Köln 2 hatte am Vortag die Gruppe dominiert und relativ leicht und locker die obere Gruppe ohne Niederlage erreicht. Leider oder zum Glück, wie sich später rausstellte, solltet Köln gleich unser Gegner im ersten Sonntagsspiel sein. Wir wollten mithalten und wussten, dass wir zum Sieg alles geben müssen! Das Spiel war grandios, die Kölner kamen aufgrund unserer hervorragenden Defense-Leistung überhaupt nicht ins Spiel und in der Offence waren wir einfach effizient (wie ein Kölner meinte). Wir waren läuferisch stark und unsere Knifes und Overheads trafen ein ums andere Mal ins Schwarze. Die Kölner hatten arge Probleme mit dem Tempo mitzuhalten, was sich auch im Ergebnis widerspiegelte (13-9). Unser erster Sieg und dazu ein sehr wichtiger, wie sich später rausstellen sollte. Es sollte übrigens Kölns einzige Niederlage des Wochenendes bleiben. Bei den beiden letzten Spielen des Sonntages waren wir eher in der Favoritenrolle, obwohl uns die stark aufspielenden Münsteraner, die ungefährdet gegen Düsseldorf gewannen, ein wenig Sorge bereiteten. Aber erstmal war das Spiel gegen Darmstadt dran…wie gewohnt war es ein intensives Spiel mit einigen Calls. Wir konnten das Spiel relativ sicher mit 13-9 für uns entscheiden. Somit konnte DMB nun 2 Siege auf seinem Konto verbuchen und unsere Ausgangslage hatte sich deutlich verbessert. Nun lag es an uns den Aufstieg mit einem Sieg gegen Münster zu besiegeln. Das Spiel ging gut los, die Offence lief und in der Defence konnten wir ausreichend Druck produzieren, um Fehler der Münsteraner zu erzwingen. Schnell führten wir 5-1. Zum Schluß wurde es enger, aber wir konnten uns mit einem 13-10 behaupten. Die Freude bei uns war groß – wir hatten es geschafft! Wie sich an der Tabelle zeigt, war es sehr sehr knapp. Wären wir in einem der Sonntagsspiele gestrauchelt, hätte das im direkten Vergleich entweder gegen Münster oder Düsseldorf das sichere „Aus“ bedeutet.

Ein großes Lob an alle Müdder! Ganz klasse Leistung. Dabei waren: Tim Oehr, Timo Flaspöhler, Malte Meistering, Lars Kiewidt, Jan Salm, Jan Hammermeister, Sebastian Thuma, Christian Eggersglüß und Malte Blanke.

Obere Gruppe (die ersten vier Teams spielen in der dritten Liga)

1. Frühsport 0,5, Köln (4 Siege)
2. Muggeseggle, Heilbronn (3 Siege)
3. Deine Mudder Bremen (3 Siege)
4. InDiscutabel, Münster (2 Siege)
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5. Frisbee Family, Düsseldorf  (2 Siege)
6. Ars Ludendi, Darmstadt (1 Sieg)

Untere Gruppe:

7. Bad Raps 2, Bad Rappenau
8. Airpussies, Berlin
9. Frizly Bears 2, Aachen
10. Skid, Massenbach (nicht angetreten)