Kong Volmer 2011

55° N, 12° S Farum,

mir wurde die Ehre zuteil als „der Neue“ im Bremer Ultimate, den traditionellen Turnierbericht zu verfassen. Dies will ich hier nun mit bestem Wissen und Gewissen tun, mit absolut keinem Anspruch auf Vollständigkeit. Ich will sogar noch weiter gehen und sagen, ich lasse diverse Details zugunsten der Familienfreundlichkeit dieses Reports einfach mal raus.

Ok, genug Geschwallere!

Am Vorabend des 19ten Novembers trafen Jan, Henning und ich bei Malte im beschaulichen Bargteheide ein. Die Fahrt nach Puttgarden, wo wir den Rest des Teams treffen sollten, wurde begleitet von den grandiosen vollpubertären Ergüssen Heinz Strunks (Ein schon zur Tradition gehörender Ritus, den man sich kaum entgehen lassen sollte, Kong Volmer 2012).

An der Fähre angekommen und um einige tiefe Hörbuch-Eindrücke reicher, trafen wir den Rest der Mannschaft und nach kurzer Wurfsession im Dunkeln der Fähranlegestelle setzten wir über gen Dänemark, Mission: Richtig geil Abliefern!

Samstag morgen, Frühstück und ab in die Farum Arena, den hochmodernen „Sporttempel“ made in Denmark, direkt gegenüber der Schule in der wir untergebracht waren. Erstes Spiel gegen die Spinners aus Kopenhagen, 6ter 2010 und 4ter 2009, beileibe nicht der harmloseste Gegner für einen Samstagmorgen.

Buten un binnen, wagen un winnen, es ging rasant los und es zeigte sich schnell, dass auf Kong Volmer kein Halma gespielt wird. Gleich im ersten Punkt (O) konnten wir solides Indoor Ultimate aufs Parket legen und kombinierten prächtig mit schnellem Kurzpasspiel und eingestreuten overheads. Auch in der defense wurde Gas gegeben sodass wir schnell das erste Break holen konnten. Der hohe Druck in der D und eine starke Offense Leistung sicherten einen ungefährdeten Sieg über die Spinners.

Bremen-Spinners 9:7

1 W 0 L

Das zweite Spiel sollte dann auch gleich das herbeigesehnte Derby gegen den Hamburger Nachbarn sein. Nicht nötig zu erwähnen, das Bremen hier bis in die Haarspitzen motiviert sein würde. Wir wollten an das erste Spiel anknüpfen und den Fischköbben eine richtig gute Show liefern. Gleich zu Beginn konnten wir den Fischbees mit unserer Manndeckung empfindliche Nadelstiche versetzen, das bewährte Kurzpasspiel in der O tat sein übrigens. Wir konnten schnell davonziehen und fuhren einen souveränen Sieg ein. Rhetorische Frage an die Fischbees: Hat euch grade einer so richtig in den…lassen wir das.

Bremen-Hamburg 12:6

2 W 0 L

Drittes Spiel, Ragnarok Elite Ultimate. Der Name ist Programm. Von den zwei vermeintlich leichten Siegen in den ersten Pool Spielen war die Stimmung gut. Sollte die Sensation gegen den Ausrichter möglich sein? Bronze und Silber bei den European Club Championships, 12ter bei den Worlds in Prag 2010 (als viert bestes europäisches Klub Team), ein sehr dicker Brocken.

Dänen lügen nicht und spielen beinhartes Ultimate. Die harte Spielweise der D-Line der Kopenhagener machte uns zu schaffen, doch nach anfänglichem Schockmoment konnten wir uns einstellen. Zum Zwischenstand von 3:3 nach 1:3 Rückstand rochen wir unsere Chance. Hier ging was. Mit allen Mitteln suchten wir das dänische Bollwerk zu knacken und blieben Ragnarok am Nacken. Dank unserer starken Defense konnten wir die vielen Turns unserer Offense lange kompensieren, doch Ragnarok konnte den ein oder anderen Turn Over nutzen. Nach einem großartigem Kampf stand es nach 25 Minuten 7:10. Absolut Geil abgeliefert!

Bremen-Ragnarok 7:10

2 W 1 L

Das Viertelfinale in Reichweite ging es ins letzte Poolspiel gegen Gronnical Dizziniess aus Groningen. Das Spiel war hart umkämpft, ein Turn over jagte den nächsten und die Nerven waren am Kochen. Bremen konnte schnell 2-3 Punkte gut machen, aber verlor dann ein wenig die Nerven und lies Groningen wieder herankommen. 8:6, 8:7 und die Zeit lief ab. Doch Bremen konnte in der Offense die Punkte machen und spielte in der D noch mal gross auf. Endergebnis 11:8, Bremen steht im Viertelfinale und hat schon jetzt die Vorjahresplatzierung eingestellt.

Bremen-Groningen 11:8

3 W 1 L Viertelfinale

Nach ner erfrischenden dänischen high tech Dusche (mit Bewegungssensor, Temperatur konnte man nicht einstellen), gings auf die Party. Ein Schnapsrondel jagte das andere und alles war feucht fröhlich, tanzend etc..

Sonntag morgen, Bremen im Morgensuff, Henning konnte noch abgehalten werden ein Konterbier noch vor dem Frühstück zu trinken.

Bremen sollte es im Viertelfinale mit Gronical Retirement zu tun bekommen. Von dem so nett klingenden altherren Namen sollte man sich nicht beirren lassen. Retirement ist als Titelverteidiger zum Kong Volmer angereist.

Trotz unvollständiger Rekonvaleszenz von der Party ging Bremen hochmotiviert in die Begegnung…und musste gleich ein böses Erwachen erleben. Retirement bewiesen, dass sie ein eingespieltes Hallenteam sind und ballerten uns die Overheads um die Ohren. Unser Unglück war zusätzlich, dass sie alle (wirklich alle) 50% Würfe fingen und wir fast alle (wirklich fast alle) 120% Würfe verdaddelten. Zwischenstand war glaube ich 0:5 aus Bremer sicht, bin mir aber nicht sicher. Bremen versuchte nun ins Spiel zu kommen, die Defense besser zu stellen und in der Offense endlich mal den Finger aus dem Arsch zu kriegen. Es konnte auch der ein oder andere Punkt erzielt werden, doch es war zu spät. Die Weichen in Richtung ganz bitteres Ende waren gestellt. Endergebnis irgend was mit 13:4, böse Klatsche und der Traum vom Halbfinale geplatzt.

Bremen-Gronical Retirement 4:13

Dem verlorenen Spiel wurde aber nicht nachgetrauert, denn nun galt es so weit wie möglich zu kommen (5ter Platz war noch drin). Nachdem Henning zum wiederholtem male vom Konterbier abgeraten wurde gings ins nächste Spiel.

Um diesen Bericht abzukürzen:

Bremen vs Aarhus 6:9

Spiel um Platz 7:

Bremen vs Odense 7:9

Nun konnte Henning (und alle) auch endlich das lang ersehnte Konterbier trinken (vielleicht hätten wirs doch gleich morgens machen sollen), auch schon wieder geil.

Auch wenn es bitter ist an einem Tag alle Spiele zu verlieren, hat Bremen gezeigt, dass Kong Volmer 2012 noch erfolgreicher werden kann. Am Samstag konnte man gegen ein erfahrenes und erstklassiges Team (Ragnarok) sehr gut mithalten und souverän ins Viertelfinale einziehen. Wer weiß was noch drin gewesen wäre, hätte man es bei einem Schnapsrondel belassen.

Für mich war es das erste Turnier mit Bremen und ich freue mich schon auf das nächste. Schade das Kong Volmer erst in einem Jahr ist!

Ach ja, wir sind ja mit einer Mission angereist.

Mission erfüllt.

RICHTIG GEIL ABGELIEFERT!!!

Für Bremen am Start waren:

Kong Volmer 2011

Shorty, Johannes, Jan, Henning, Malte, Fabi, Spermie, Alain, Friedel

2 Responses to “Kong Volmer 2011”

  1. Kommentar by Tim — 5. Dezember 2011 @ 15:10

    Geiler Bericht!!!

  2. Kommentar by project igi 3 game — 12. November 2020 @ 18:31

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