Deine Mudder Bremen stellt sich in Dresden aufs Treppchen

Am Wochenende des 17./18. März sollte es zum Höhepunkt und sogleich zum Abschluss der diesjährigen Indoor Saison kommen. Neben den Entscheidungen um die deutsche Meisterschaft in der 1. Liga sowie der 1. und 2. Liga Damen in München, kam es in Dresden zur Entscheidung in der 2. Liga und der 3. Liga Nord und Deine Mudder Bremen war nach der dominanten Vorstellung in der C-Reli mit von der Partie.

Das Turnier war schon seit langem bekannt und der Kader entsprechend heiß endlich noch einmal in das Wettbewerbsgeschehen einzugreifen, um die gesteckten Saisonziele zu verwirklichen. Die Vorzeichen für dieses Turnier standen allerdings unter keinem guten Stern. Nach einigen bekannten Ausfällen machte den Muddies vor allem der Darm zu schaffen und so waren es auf einmal nur noch sechs, dann mit Nachnominierung wieder acht und am Tag der Abfahrt reichte doch wieder ein Auto aus Bremen um die Reise in den Osten anzutreten. Die beiden UFOs flogen auf anderem Wege ein.

Am Samstagmorgen ging es für uns sehr gemütlich mit dem ersten Spiel um kurz nach 11 Uhr gegen die DJs aus Berlin-Dahlem los. Wir kannten das Team bestens von der C-Reli und hatten uns so mit einem schnellen Sieg einen leichten Einstieg ins Turnier erhofft. Das Spiel verlief aber ganz anders als gedacht und wir hatten Mühe die Scheiben in der gegnerischen Zone unterzubringen. Wir mussten gleich einem Rückstand hinterherjagen und strahlten insgesamt wenig Sicherheit und Entschlossenheit auf dem Platz aus. Die Berliner hingegen hatten aus unserem letzten Aufeinandertreffen noch einmal gelernt und ließen so schnell nicht locker. Trotzdem drehte sich das Spiel mit der Zeit und Deine Mudder konnte mit dem 13:10 den ersten Sieg in die Tasche stecken.

Die Pflicht war erfüllt, Deine Mudder war auf Kurs, aber es war klar, dass sich an der Gesamteinstellung unbedingt noch was ändern musste, um oben mitspielen zu können. Mit Ultimate am See stand uns dann das nächste Team gegenüber. Wir nahmen uns vor, hier ein wenig konsequenter aufzutreten, und wurden dafür auch mit dem ein oder anderen schönen Punkt belohnt. So zeigte Tim wie ein richtiger Lay-Out auszusehen hat und in der Defense fingen Friedel und Steffen an zu diven. Dies waren aber nur Einzelaktionen, die die Routine der Weßlinger nicht gefährden konnte. Es haperte weiterhin in der Offense und in der Defense kamen wir auf keine klare Linie. Das nutze das Südteam knallhart aus und schlug Deine Mudder verdient mit 13:11.

So musste uns allen klar werden, dass es hier keine Selbstläufer gibt. Noch ein Ausrutscher und …
der war dann gleich im nächsten Spiel dran: Wurfkultur Bamberg – so der Name der jungen Wilden, die den Durchmarsch durch Quali und Reli schon hinter sich hatten. Auch vor diesem Spiel schworen wir uns nochmal darauf ein, konzentriert zu Werke zu gehen, die einfachen Punkte zu suchen und das gelang dann auch besser als in den Spielen zuvor. In der D war zunächst unklar über wen das Spiel der Bamberger eigentlich lief, aber es lief. Wir holten uns zwar immer mal eine D, gaben aber auch den ein oder anderen Punkt leichtsinnig wieder ab und so schlossen die Bamberger nach zwischenzeitlichem Rückstand zum 10:10 wieder auf. Dann 11:11 und obwohl wir immer noch das Gefühl hatten das Spiel zu dominieren und irgendwie nur noch nach Hause schaukeln zu müssen, wurde noch eine Scheibe verworfen und die junge Truppe beendete mit 13:12. Ärgerlich!

Jeder hatte seinen Anteil an der Niederlage und entsprechend niedergeschlagen ließ Deine Mudder erstmal draußen in der herrlichen Frühjahressonne die Köpfe hängen. 1 Sieg – 2 Niederlagen, wie sollte das nur weiter gehen? Wo sollte die Motivation herkommen? Tim durchschaute die Situation am schnellsten und brachte den ersten Kasten bei einem Sieg gegen Potsdam ins Rennen, denn hier galt es auch noch eine Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen. Als zusätzliche Unterstützung beschwor Deine Mudder in einem spirituellem Dehnkreis einige Geister hervor und dies zeigte Erfolg: Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen, waren wir von Beginn an bei der Sache und legten in der Offense vor. Potsdam konnte aus einem breiten Kader schöpfen und ließ uns keine Verschnaufpause, spielte aber risikofreudiger und so konnte die eine oder andere (lange) Scheibe weggepflückt werden. Schon zur Halbzeit hatten wir durch eine solide Mannverteidigung einen kleinen Puffer herausgearbeitet und dann lief das Spiel auf einmal auch in der Offense unproblematischer ab. Potsdam gab zwar nicht auf und umkämpfte jeden Punkt, spielte mit zunehmendem Druck aber unbeständiger und so endete das Spiel überraschend deutlich mit 13:8. Die Geister hatten gerichtet – der erste Kasten Bier war gewonnen.

Nach diesem versöhnlichem Tagesabschlussspiel und gesundem Wechselduschen nahmen wir die Straßenbahn in die Dresdner Neustadt und entschieden uns schließlich für einen gemütlich aussehenden Italiener. Die Platzwahl war hier trotz leerem Haus stark eingeschränkt, aber wir bekamen schließlich was Ordentliches zu essen und konnten den Tag noch einmal Revue passieren lassen. Malte begann auch wieder mit Rechenspielchen, die aber nach wie vor zu dem Ergebnis führten, dass am nächsten Tag die verbleibenden Partien gewonnen werden mussten. So entschieden wir uns gegen die zahlreichen Kneipen und Clubs des Dresdner Viertels und schlummerten zu unüblich früher Stunde.

Zu früher Stunde ging auch der nächste Tag los, da wir mit dem Klassiker gegen die Fishbees aus Hamburg den Turniersonntag eröffnen durften. Der Ausgleich für das frühe Aufstehen bestand in dem Anblick des liebevoll zubereiteten Frühstücks. Für uns gab‘ es jedoch Fisch: Hamburg war ebenso ersatzgeschwächt wie wir und hatte zudem ein recht inhomogen besetztes Team auf der Line. Wie schon gegen Potsdam starteten wir von Anfang an mit der Unterstützung böser und guter Geister durch und konnten sogleich die ersten Scheiben in Punkte verwandeln. Hamburg gab‘ sich gewohnt kämpferisch, ließ aber mal hier mal da eine Scheibe ins Leere oder unsere Arme fliegen. So zogen sich einige Punkte in die Länge, endeten aber immer häufiger mit einem Punkt für Deine Mudder. Am Ende hieß es dann 13:5. Trotz des eindeutigen Ausgangs wurde um jeden Punkt des Spiels hart gekämpft und Hamburg sah sich erst im Abschlusskreis geschlagen.

Nun hatten wir es wieder selbst in der Hand: Im letzten Poolspiel würde der Gewinner mit 4 Siegen in den oberen, der Verlierer mit 3 Siegen in den unteren 3er-Vergleich rutschen. Nun mussten noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden, das Erreichen der B-Reli 2013 hing nun allein von diesem einem Spiel ab: Drehst’n’Deckel oder Deine Mudder Bremen.
Um Punkt 12 Uhr ging es los. Schon nach dem ersten Offensepunkt stellten die Dresdner von der sonst sicheren Zonen- auf Mannverteidung um. Wir zeigten uns nochmal mutiger im Angriff, schmissen jetzt auch längere Knives und Overheads und spielten eine starke Rechts-Auf-Defence, die wenige gefährliche Breakpässe zuließ. Nach anfänglichen Gleichschritt gewannen wir dann die erste Halbzeit mit 7:5. Wir waren dabei geil abzuliefern und durften nun nicht nachlassen. Das gelang: In der Offense ließen wir nichts anbrennen und auch schwierige Pässe wurden ohne Unsicherheit an den Mann gebracht, während die Defense weiterhin sehr gut arbeitete. Die Dresdner bemühten sich, hatten aber nicht das richtige Mittel und somit letztlich keinen Punkteerfolg mehr. So stand es am Ende 13:5 für Deine Mudder, gefühlt knapper. Während wir uns bei den Dresdnern für spannende Spiel, die Ausrichtung des Turniers und das gekonnte Drumherum bedankten, ernteten wir Lob für unsere etwas härtere Bremer Spielweise.

Es war geschafft: Wir hatten uns mit einer hochklassigen Teamleistung doch noch selbst belohnt, auch durch eine weitere Kiste Bier, und qualifizierten uns als Dritter für die Teilnahme an der B-Reli 2013. Nun darf man auf die nächste Indoorsaison gespannt sein, inwieweit Deine Mudder die Vorlage für die 2. Liga dieses Mal verwandeln kann. Das Finale gewannen die Bamberger in der Verlängerung gegen Ultimate am See.

Im Dienste Deiner Mudder rockten: Malte B., Steffen, Henning, Fabi, Friedel, Tim und Nils

3 Responses to “Deine Mudder Bremen stellt sich in Dresden aufs Treppchen”

  1. Kommentar by Homepage von بهزاد — 29. August 2020 @ 07:37

    
    کهتر نمی توانم با این مقاله لگن یا موافقت کنم
    برای اینکه خرد کافی تو زمینه این مقاله و بلاگ ندارم

  2. Kommentar by رزرو آنلاین هتل ارزان وارنا — 30. August 2020 @ 06:52

    
    سلام . من قسم می خورم که این مطلب رسا است و
    محتملاً مطلقاً کس نتواند پیغام مشابه بوسیله این مطلب
    را داخل وبلاگ برملا کند زیرا جزیل کامل است

  3. Kommentar by پایه روشنایی — 4. November 2020 @ 16:56

    
    این مطلب مشاوره و پیشنهاد مناسب برای
    کسانی است که می خواهند حوالی محتواها
    متماثل به این مطلب مطالعه بیشتری داشته باشند

Leave a comment