VI. FackelUp!

Braunschweig – FackelUP – 25 Jahre Rotatoes Potaoes – Ritter der Kartoffelschale – und irgendwo gibt’s auch noch Prinzessinnen

Mal wieder steht eines der Traditionsturniere in der weiteren Bremer Umgebung an. Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen, also werden Sachen gepackt und sich Freitagabends im Partyzug oder Samstagmorgens im müden Auto auf nach Braunschweig gemacht. Zwei Bremer Teams sind am Start, die BlueFlippers die im Gepäck ein verlorenes Finale beim letztjährigen FackelUP haben und Deine Mudder, die vornehmlich Durst und Partyambitionen mitbringen. Die Flippersspiele lassen sich bis zum Finale als ungefährdete Siege beschreiben, dabei kann man es belassen oder jemand der sich auskennt führt sie mehr aus. Los geht’s:

Intermezzo: Irish Coffee zum aufwachen

RotPot 2 : 14 DMB
Das erste DMB Spiel geht gleich gegen die Gastgeber. Sonne, fast kein Wind – ideale Bedingungen. Auch wenn RotPot 25 Jahre alt wird, dieses Team ist es nicht. Sie sind mehrheitlich sehr jung und weniger erfahren als wir. Ihre Defence lässt uns jede Menge Platz um uns in das Turnier reinzufinden, in Ruhe unsere Würfe anzubringen und uns als Team ein wenig einzuspielen. Unsere Manndeckung funktioniert, die Pseudozone auch. Wir geben gut Druck und zwingen die Kartoffeln zu Fehlern und schaffen es diese auch zu nutzen. Das Ergebnis ist am Ende übermäßig deutlich. Aber die Stimmung auf beiden Seiten gut, ein Spiritspiel rundet die ganze Geschichte ab.

Intermezzo: Gutenmorgenbier und Frühstück für die Samstagsanreisenden

Farmers 11 : 6 DMB
Noch ein wenig zu entspannt vom ersten Spiel oder dem Frühstücksbier treten wir im zweiten Spiel gegen die Farmers aus Lüneburg an. Die Jungs und Mädels sind schon ein anderer Schnack, sind heißer, schneller, motivierter und stehen klüger als RotPot und leider auch als wir. Einige Spielzüge können wir anbringen aber oft werden wir durch einen starken Mark nervös und werfen die Scheibe weg. Das ein oder andere lange Angebot von uns kann bedient werden und so bringen wir einige schnelle Punkte an, ansonsten ist es aber eher verkrampft. So stehen wir meistens in der Defence aber können auch da nicht genug Druck aufbauen. Die Farmers gewinnen klar und verdient.

Intermezzo: Vormittagsbier und erste Bratwurst

PickUp 15 : 4 DMB
Nochmal eine Klasse höher dieser Gegner. Ein hochklassig besetztes PickUp-Team mit Spielern von FAB, Hardfisch und Hannover!!/Aachen. Lange Teile können sie (welch Wunder) schmeißen und fangen. Kurz und Kleinklein spielen kriegen sie auch wunderbar hin. Ihre Zone klappt super, ihre Marker geben uns Druck wie die ersten zehn Reihen 14jährige Mädels auf einem Justin Bieber Konzert und so landet unsere Offence doch meistens eher im Boden. In der Defence kann unsere Pseudozone sie ab und zu auch zum Stehen bringen, aber meistens finden sie dann doch eine Lücke und machen ihren Punkt, denn unser Druck ähnelt doch eher dem der Eltern die am Konzertausgang warten.

Intermezzo: Mittagsbier und zweite Bratwurst

DJ Dahlem 8 : 8 DMB
Endlich wieder ein Gegner auf unserer Augenhöhe. Hin und her geht das Spiel, wenn ich mich richtig erinnere liegen wir lange vorne. Keiner gibt dem anderen einen Meter, der trockene Platz staubt als würde eine ganze tierische Savannenbevölkerung darüber rennen. Die DJs kämpfen sich langsam ran und gleichen im letzten Punkt aus. Unentschieden, aber dabei kann man es ja nicht belassen.
Die Entscheidung soll durch Stubby Guts getroffen werden. Die Kiste Bier ist schnell organisiert, ein Feld aufgebaut und los geht’s. Anfängliche Hoffnungen, dass die eigene Flasche getroffen wird um endlich trinken zu dürfen wandeln sich schnell in Siegeswillen und starke Defence-Aktionen, die Schlacht zwischen den Heeren aus dem Norden und dem Osten werden härter. So ganz kann sich der Autor aufgrund diverser zu leerender Biere nicht mehr an den Verlauf erinnern. Endstand war jedenfalls glasklar 7:7 unentschieden.
Nächster Versuch der Klärung: ShakeShakeBang. Doch hier gibt es nur Gewinner, also auch keine Lösung. Vertagung der Entscheidung zur Party, da das Beerrace ansteht.

Beerrace
Ein Klassiker: Dosenstechen, das eher in Dosen explodieren lassen ausartet und eine Wasserbombenschlacht mit durchaus imposanten von drei Menschen zu bedienenden Zwillen. An mittelalterliche Katapultschlachten erinnert starrt die Zuschauerschaft gebannt auf die im KO-System ausgetragene Auseinandersetzung. Das DMB-Team kann sich lange halten und ihre Gegner mehr oder weniger elegant aus dem Feld schießen. Erst im Finale müssen sie sich Discurs geschlagen geben.

Dann Duschpils (kalt) und Duschen (warm) während wir uns in Gedanken schon beim groß angekündigten Spanferkel befinden. Kurzes Schlange stehen und dann landen wahlweise vegetarische Lasagne oder Spanferkel, Kartoffelgratin, Sauerkraut, Krautsalat, Brot und Soße auf unseren Tellern, Schalen oder Frisbeescheiben. Ein wahrhaft angemessenes Essen für einen runden Geburtstag.

Vor während und nach dem Essen wird sich auch äußerlich mehr oder weniger fleißig auf die Party vorbereitet. Aus allen Ecken und Löchern tauchen Ritter, feine Damen, Prinzessinnen, Hexen oder unverkleidete Langweiler auf. Die gebastelten Pferde, Schilder, Schwerter und anderes Accessoires des feinen Frisbeespielers von Welt überbieten sich an Kreativität. Also auf zur Party im Vereinsheim. Treppe hoch, rechts wird auf einer Silberhochzeit zu Schlagern geschunkelt, links schallt Peter Fox aus den Boxen. Die Entscheidung fällt schwer aber die Masse geht nach links also folgt man. Coktails, gute Musik und eine teuflische Hexe mit Schnäpsen umsonst sorgen für Stimmung. Tanzen oder gechillt draußen sitzen, die Zeit verfliegt. Die einzigen die hart arbeiten müssen sind die Bewegungsmesser, die die Dancemoves jeweils eines Teamvertreters zählen um den Partysieger zu ermitteln. Irgendwann Schlaf…

Sonntag

Bisschen Frühstücken, kluge Menschen haben sich Spanferkel, Kartoffeln und Krautsalat vom Abendessen aufgehoben, nicht ganz so kluge Menschen haben auch noch Sauerkraut in der Box über Nacht mit durchziehen lassen. Aber auch das allgemeine Frühstück lässt nichts zu wünschen übrig. Obst, Gemüse, Brötchen, Rührei füllen die Mägen der übernächtigten Partyrecken.

RotPot 3 : 7 DMB
DMB muss gleich zum ersten Spiel um 9 Uhr ran. Also Warmmachen eher kurz, dafür länger schlafen und frühstücken. Einmal mehr wird der Tag eröffnet durch ein Spiel gegen die Gastgeber. Keine Ausfälle im Team, das muss lobend erwähnt werden, unsere Gegner haben zu Beginn des Spiels noch einige Lücken. Es ist windiger als Samstags, sprich unsere Zone funktioniert besser unsere Offence schlechter. Es kommen weniger Würfe an (alkohol- oder windbedingt), wir sind lauffauler (alkoholbedingt) und versuchen es daher (wieso auch immer) mit in den Wind gestellten Knives die Sideline entlang, die berühmt dafür sind eher nicht anzukommen. Trotzdem gewinnen wir und haben kurz Zeit weiter zu frühstücken.

Intermezzo: Konterbier

Chatch´em all 6 : 5 DMB
Weiter geht es gegen das junge Team aus Celle. Die sind nicht unschnell aber der Wind läuft ihnen weiterhin den Rang als bester Defencespieler ab. Trotzdem kriegen wir durch den Mark Druck und werfen mit Nervosität und Hast viele Scheiben weg. Auch der Stack ist müde und läuft nicht richtig, in der Defence geben wir uns Mühe dran zu sein, aber schaffen es oft genug nicht. Knappes Ende, schade drum, aber trotzdem schön.

Intermezzo: Kurz-vor-Feierabendbier

Frisbillianas 9 : 7 DMB
Letztes Spiel gegen die Frisbillianas aus Sevilla, die aus unerfindlichen und trotzdem erfreulichen Gründen in Braunschweig Urlaub machen. Noch ein taffes Spiel, hart umkämpft und auch wieder mit einigem Wind. Einige lange Würfe die trotz unserer Pseudozone und des Windes ankamen, haben das Spiel wohl für die Spanier entschieden, ebenso wie unser gutes Handling bis an deren Endzone, was wir leider viel zu selten erfolgreich abschließen konnten. So verdienter Sieg der Iberer und auf eine lange Diskussion welches Spiritspiel man zum Abschluss spielen könnte ein kurzes Sexy.

Dann wie immer kaltes Duschpils und warme Dusche. Fertig an den Spielfeldrand sitzen, Bier in der einen Hand, Bratwurst in der anderen und den BlueFlippers beim Finale gegen das PickUp Team zugucken. Ab und zu darauf hinweisen, dass wir gegen die zumindest bis zum 2:2 mitgehalten haben. Ein wenig Kopfschütteln wie zuhause beim Fußball gucken. Dann ein wenig anfeuern. In der zweiten Halbzeit scheint das Wirkung zu zeigen. Endlich stehen die Flippers auch wirklich auf dem Platz und liefern den PickUps ein anständiges Spiel. Ein schönes Stück Frisbee zum angucken und mit nach Hause nehmen. Endstand 13:6

Fertig gepackt auf zurück nach Bremen, der Tatort wartet.

Alles in allem ein wunderschön organisiertes Turnier. Das es am Schluss nur zum 12. Platz gereicht hat ist schon fast wieder vergessen und stand auf diesem Turnier auch nicht im Mittelpunkt. Spaß hat jeder mit Sicherheit gehabt und zwei hart umkämpfte knappe Niederlagen und ein Unentschieden zeigen auch, dass es auch anders hätte ausgehen können.

Mit dabei waren für DMB (Sonja, Leonie, Friedrich, Robert, Steffen, Bart, Martin, Simon, Lorenz, Sven und Jan)

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