9. Göttinger Gänselieselcup

Zum ersten Mal in Muddis Leben ging‘s nach Göttingen zum Gänselieselcup. Da ein Großteil der Bremer Mädels in Heidelberg auf Deutschen Meisterschaft 1. Liga waren, haben wir die Kossmann Nele zu Caros Unterstützung gehabt. Eine weise Entscheidung.

Nils, Henning, Joshua und Jonas durften den Bremer Bahnhof bei ihrer Anreise noch ein wenig aus dem Zug genießen, weil die Polizei noch mit anderen Menschen fangen und verstecken auf den Gleisen gespielt hat. Nach einem gemütlichen Abend und kurzer Nacht zwischen den Bänken auf der Tribüne folgte das erste Spiel um 9.25 gegen Indiscutabel. In diesem Spiel zeigte man gleich seine Klasse und Ambition oben mitzuspielen – das Spiel endete mit einem deutlichen Bremer Sieg. Weiter ging es im Pool mit der Begegnung gegen die Discflyers aus Odense, das mit einem rekordverdächtigem 20:4 Sieg ausging. Trotz Verstärkung durch unseren Jan konnten wir unsere Siegesserie im dritten Spiel gegen die Baltis aus Lübeck weiter ausbauen. In den kurzen Pausen zwischen den Spielen zeigte das Team auch Qualitäten beim Streetball und Curling. Mit dem Spiel gegen die gastgebenden Göttinger 7 war der erste Turniertag bereits am frühen Nachmittag vorbei. Dieses Mal hatten wir das Nachsehen und verloren im letzten Punkt mit dem letzmöglichen Pass, der in unserer Endzone von Göttingen gefangen wurde.
Nach der Dusche ging es dann zügig in die Stadt, um sich dort als teambildende Maßnahme in zwei Interessensgruppen aufzuspalten. Während die Fußballfraktion den Bremer Sieg im Nordderby im Irish Pub verfolgte, gingen die Kaffeetanten in ein nettes Café um die Ecke und spielten dort eine verschärfte Maumau-Variante. Gegen 18 Uhr trafen sich die Gruppen wieder um dann in einer Kneipe bei einem weiteren Bier die Zeit bis zum Abendessen zu vertreiben. Ein Grieche, der scheinbar keinen Ouzo kannte, füllte all unsere Bäuche mit einer großen Menge Fleisch und sorgte so beinahe dafür, dass die Muddis direkt in die Koje fielen. Mit großem Willen bezwang man aber die Versuchung und schwor sich so langsam auf das anstehende Beerrace ein. Dieses war jedoch gar kein Beerrace im klassischen Sinne sondern nur ein schlichter Schnelltrinkwettbewerb. Vier Biere mussten von 4 Spielern nacheinander ausgetrunken werden und dabei musste man schneller sein als sein Gegner um in die nächste Runde zu kommen. Scheinbar hatte Bremen eine schlechte Taktik, denn das Team landete, entgegen allen Erwartungen, auf dem letzten Platz. Zu Gute halten muss man uns, dass Muddi als einziges Team mit zwei Frauen antrat beim Beerrace. Die Party ging dann schnell in ein rauschendes Fest über und eine Runde Tequila nach der anderen machte Hoffnung auf den Partysieg. Dieser wurde spät in der Nacht mit einer „Reise nach Jerusalem“ ausgespielt und wieder zog Bremen den Kürzeren. Aber davon ließ man sich nicht entmutigen und einige Muddis feierten weiter bis zum Morgengrauen. Das Grauen kam dann Nele am Morgen, als sie feststellte, dass sie nicht in ihrem Schlafsack lag, sondern in einem anderen sehr warmen Modell. Da musste erstmal das Team geweckt werden um das weitere Vorgehen mit dem fremden Schlafsack zu besprechen. Dieser war aber nicht das größte Problem für Deine Mudder, denn die Party hat ganz schön Federn gekostet. Das erste Spiel gegen eine Revivaltruppe aus Münster ging kläglich verloren und damit auch jegliche Chance auf einen Platz auf dem Treppchen. Wenigstens sprangen so noch Spiele gegen Teams heraus, die nur selten auf Deine Mudder treffen. Im Überkreuzspiel gegen den 4. Aus dem anderen Pool schlug man Kempten, die mehr mit ihren schönen Trikots als mit schönen Pässen glänzten. Danach ging es gegen Erlangen um Platz 5. Auch dieses Spiel wurde gewonnen und alle Muddis strahlten nach diesem doch noch guten Turnierabschluss, wenn man auch weit unter den Erwartungen blieb was die Platzierung betrifft. Sei‘s drum, dafür war noch genug Kraft für einen Gewaltmarsch zum Bahnhof, sodass Deiner Mudder erschöpft aber fröhlich die Heimreise eine Stunde früher antreten konnte als befürchtet. Alles in Allem ein sehr liebevoll ausgerichtetes Turnier mit wenig spielerischem Glänzen, einer super Party und enorm viel Spaß!

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