Deine Mudder beißt sich durch

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An diesem Wochenende hieß es tapfer sein für die Muddies, denn es lagen so einige Steine im Weg.

Schon bei der Abfahrt mussten wir feststellen, dass
Christian nicht mit nach Heidelberg fahren kann,
er konnte seine krankheitsgeplagte Familie nicht im
Stich lassen. Also mit einem weniger auf die A-
Reli, dass kann uns doch nicht stoppen! Bei der An
kunft in Heidelberg fiel dann ein weiteres Team-
Mitglied weg: Der Bulli machte Mucken. Dafür war ab
er erstmal keine Zeit, denn es hieß
Zeltaufbauen und die Reli bestreiten. Also früh ins
Bett und richtig schön ausschlafen um bei
angenehmen Temperaturen von der Sonne geweckt zu we
rden. Der Morgen versprach Gutes.
1.
Spiel
Im ersten Spiel gegen die Heidees (10:45

) fehlte einigen dann allerdings die nötige Motivat
ion.
Ansage war, das Spiel zu nutzen um im nächsten hell
wach und supergeil zu sein. Das fiel aber wirklich
schwer, denn ohne Vollgas sieht man gegen die Heide
lberger nicht viele Stiche und provoziert schon
gar keine Turns. Bis zum Ende hieß es somit irgendw
ie die Gradwanderung zu schaffen zwischen
Gegenhalten ohne sich zu sehr vorauszugeben. Auch d
as gelang leider nicht ganz: Jonas zog sich
ohne Einwirkung des Gegners eine Verletzung im Spru
nggelenk zu. Irgendwann war das Spiel dann
aber doch vorbei (6:15) und wir konnten uns auf wic
htigeres konzentrieren: Schlagbare Gegner.
2.
Spiel
Für einen solchen hielten wir Hamburg. Doch die war
en mit allem angereist was Rang und Namen
hat. 21 Spieler zählten wir in ihrem Kader. Darunt
er auch eine Altmuddi, die letztes Jahr noch bei un
s
in den Reihen stand. Wir spielten deutlich besser a
ls im Spiel gegen Heidelberg, die Hamburger
deutlich schlechter als die Heidelberger. Das Ergeb
nis war unerklärlicherweise dennoch das gleiche
6:15. Damit hatten wir nicht gerechnet. Ärgerlicher
weise verletzte sich Kazuki in dem Spiel auch noch
seine Schulter und musste so in den folgenden Begeg
nungen mit angezogener Handbremse spielen.
Dennoch hieß es die Köpfe nicht in den Sand zu stec
ken, denn das Spiel stand nicht als Pflichtsieg auf
unserer Liste. Erst im nächsten Spiel sollte es das
erste Mal um alles oder nichts gehen, so hatten wi
r
es uns ausgerechnet.
3.
Spiel
Heiß wie Frittenfett starteten wir also das Spiel g
egen die Potsdamer, die zu Beginn große Probleme
hatten, weil ihre Hucks in die Endzone nicht präzis
e genug waren und wir somit meist die Defense
holten. Aber auch wir Muddies zeigten nicht unser b
estes Spiel, zogen zwar ab und zu davon, ließen
dann aber auch oft wieder stark nach und gaben den
Goldfingers so immer wieder die Chance auf ein
Comeback. Am Ende stand dann dennoch ein wohl verdi
entes 15:12 auf dem Scoreboard und es gab
den wohl verdienten Feierabend: Kalte Getränke, Piz
za, Eis und WM Gruppenspiel Deutschland
gegen Ghana (2:2).
Am Sonntag dann wieder ausschlafen und gemütlich Fr
ühstücken. Leider deutete Joni schon früh,
dass es bei ihm aufgrund von Rückenproblemen nur fü
r ein Spiel an diesem Sonntag reichen würde.
Also kam von Paul die Ansage, dass sich der Rest do
ch bitte nicht im ersten Spiel gegen die Berliner

Wall City“ kaputt machen sollte, denn ein Sieg im a
nschließenden Spiel gegen

Force Middle“ sei
wichtiger.
4.
Spiel
Gesagt und das Gegenteil getan könnte man sagen. Wi
r starteten nämlich saustark in diese Spiel und
lagen lange Zeit einen Brake vorne. Alle hatten rie
sige Lust Wall City zu schlagen und so nahm die
Verletzungsserie ihren Lauf. Erst zog sich Martin b
ei einem Sprint und anschließendem erfolgreichen
Defencelayout einen Muskelfaserriss zu. Dann folgte
Krusty, der bei einem Callahan-Versuch mit dem
Offensivspieler kollidierte und sich dabei die Schu
lter stauchte. Anschließend konnte sich Kazuki nich
t
zurückhalten und zerstörte sich im Eifer des Gefech
ts bei einem Offencelayout seine Schulter soweit,
dass auch er nicht mehr weiter spielen konnte. Zu g
uter Letzt wurde Nils noch bei einem ihm nicht zu
nehmenden Highgrap umgetackelt: Mittelfußprellung.
Joni blieb somit nichts anderes übrig, als sich
doch noch kurz warm zu machen und mit schmerzendem
Rücken den Rest des Teams zu entlasten.
Das Spiel, bei dem beide Teams bis zum 8:8 gleich a
uf waren, mussten die Muddies mit diesen
ausgedünnten Reihen schließlich mit 8:15 verloren g
eben.
In der Spielpause galt es sich um die Verletzungen
zu kümmern, also auch die unseres Busses. Nach
mehreren Telefonaten mit dem ADAC stand fest, der B
us muss mit dem Schlepper nach Bremen und
mindestens einer von uns muss mitfahren. Also opfer
ten sich Martin und Krusty um den Fahrer zu
unterhalten und sich auf der Fahrt genau beschreibe
n zu lassen aus welcher Ortschaft und
zugehörigen Autobahnabfahrt welcher deutsche Sports
tar der letzten 25 Jahre kommt. Dafür
bedankte sich der Fahrer mit nur einem kurzen Tanks
topp und ansonsten konsequentem
Vollgasgeben (89km/h).
5.
Spiel
Auf ins letzte Spiel gegen Force Middle, einer Spie
lgemeinschaft aus vorwiegend Kassel und
Göttingen. Hier brauchte Deine Mudder jede mögliche
Unterstützung, denn die Gegner waren mit 14
Mann noch vollbesetzt. Also quälte sich Johannes, v
on unserer Verletzungsmisere informiert, nach
einer anstrengenden Hochzeitsfeier (ein paar hunder
t km entfernt) früher als ihm lieb war aus dem
Bett. Die Muddies bissen sich gemeinsam durch und s
pielten auf Sicherheit, umgingen fast souverän
unnötige Turns und holten schließlich verdient mit
15:9 den Sieg. Eine starke Leistung, die sowohl
körperliche als auch geistige Kondition verlangte.
Top!
Zum Schluss noch eine kurze Bestandsaufnahme nach d
em Turnier: Alle Verletzung hätten schlimmer
kommen können. Die Ärzte und Spieler berichten über
wiegend Gutes. Wir hoffen, dass möglichst
viele im Juli wieder fit und dabei sind, denn am 12
+13 Juli geht es in München endgültig um den
Einzug in die 1. Liga, und Deiner Mudder stehen noc
h alle Türen offen.

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