Die Omis auf dem Mudders-Cup 28./29. März 2009

Von Holger:

Als ich am Freitag in die Halle kam, war schon tolle Stimmung. Es war alles fertig und es herrschte angenehme Ruhe vor dem Sturm. Also nach Hause fahren und sich mental in der horizontalen Ebene auf das Turnier vorbereiten. Am Samstagmorgen traf ich auf meine Mitstreiter. Meine Mitspieler waren bis auf zwei weitere Urgroßomas alles Leute mit denen ich noch nie ein Turnier gespielt habe. Man kann wirklich behaupten, aus jedem Dorf ein Köter. Im ersten Spiel ging es gleich um alles, nämlich um den Generationenwettstreit. Ein unbekanntes Team aus dem Münsterland mit einem noch unbekannteren Trainer stand uns gegenüber. Doch schnief, wir verloren glatt gegen Alex sein Team aus Münster.

Wir werden uns also auf den unteren Pool einrichten müssen. Doch im nächsten Spiel gegen Hannover spielten wir koordinierter und gewannen verdient. So langsam wussten wir, wer alles bei den Omas mitspielt und wohin jeder einzelne auch läuft. Gegen das Pickup-Team würde uns ein Unentschieden reichen um Zweiter im Pool zu werden. Nach spannenden Spielverlauf, schafften wir durch unseren letzten Angriff genau dieses Ergebnis. Doch vorher holten wir uns die Scheibe mit einer omamäßigen Defense. Im Überkreuzspiel ging es gegen die Blue Flippers aus Bremen. Das Spiel wollten wir auf keinen Fall verlieren. Souverän gingen wir mit 3:0 in Führung. Dann spielten wir brasilianisch, nennt man das beim Ultimate eigentlich auch so, und lagen schnell mit 3:5 hinten. Erst durch ein ordentliches Donnerwetter einer Urgroßoma, ja, ich war es, besann sich das Team auf seine Stärken., eine Kreuz, eine Quer und eine fallen lassen. So gewannen war dann doch deutlich mit 10:6. Nun also der obere Pool. Im ersten Spiel ging gegen das Gutelaune-Team. Ein unspektakuläres Spiel mit einem Oma-Sieg. Genauso unspektakulär das Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister, klingt einfach gut und musste deswegen auch hier geschrieben werden, wir verloren hoch.

Danach war Party angesagt. Doch die Uromas planten ihren Abend altersgerecht, zogen sich auf ihren Alterslandsitz zurück, kippten sich leise einen hinter die Binden und gönnten sich einen ausgiebigen Schönheitsschlaf. Das Gezappel nach modernen Klängen soll aber laut Hörensagen, richtig gut gewesen sein. Das Prestigeduell mit der Mudder am nächsten Morgen gewannen erst einmal die Omas. Wir waren mehr auf der Linie! Bestimmt kommt jetzt die Ausrede, aber die Party. Dazu kann ich nur sagen, als wir noch jung waren, hätten wir so was nicht angeführt. Wieder brauchten wir ein Unentschieden, und was soll ich sagen, wir spielten unentschieden. Die Omis waren im Halbfinale und mussten dort gegen die Tekielas spielen. Die hatten zuvor Münster komplett auseinandergenommen. Alex hast du in dem Spiel eigentlich mitgespielt? Ich habe einen bleichen, kleinäugigen Spieler gesehen, der hatte entfernt Ähnlichkeit mit dir. Das Halbfinale war unser spannendes Spiel. Die Tekielas-Taktik hatten wir nach der Hälfte des Spiels verstanden, Malte bekommt die Scheibe und ballert diese gezielt in die Zone. Als letzter Punkt angesagt wurde, waren wir im Scheibenbesitz und lagen um einen Punkt hinten. Wir wühlten uns bis vor die Zone und ein hoher Bogenknife, gibt es so einen Pass überhaupt, ging auf die Urgroßoma Basti. Basti machte Backe-Backe-Kuchen und ließ die Scheibe zum Glück fallen, oder wollten die Omas wirklich ins Finale. Im Spiel um Platz 3. ging es wieder gegen Münster. Aber wieder hatte das Team kein Respekt vor dem Alter und zockte uns Böse ab.
Es war ein tolles Turnier und das hoffentlich im nächsten Jahr wieder stattfinden wird. Und hier in Kurzform die persönlichen Highlights des Turniers, dann braucht ihr den ganzen Quatsch vorher nicht lesen: das Orgateam, die Hallen, das Frühstück, die Stimmung, das Orgateam, das Büffet, die Teams, mein Team, das Beerrace, die Party, das Orgateam, der Spielplan, das Wetter(war schließlich Schietwetter), die Pokale und am Ende noch einen Dank an das Orgateam.