Fiffen-Kanzen-Ticken, Münster 23.-24. Mai 2009

Ein verflixtes Turnier in Münster

Münster ist eigentlich immer eine Reise Wert. Das Fiffen-Kanzen-Ticken-Turnier hat schon Tradition bei den Mudders. Mit vielen Leuten und guter Besetzung wollten wir in Münster echt was reißen. Doch Schicksal, Pech, Unvermögen und  Dinge für die wir nichts können, wie der Alkohol, haben die Bilanz doch arg vermasselt.
Gleich in unserem ersten Spiel gegen Wuppertal, kam das Team aus der Stadt, wurden wir richtig gefordert.  Am Ende waren wir aber souveräner Sieger. Auch das zweite Spiel gegen den Gastgeber aus Münster konnten wir sicher für uns entscheiden. Schon das nächste Spiel war der Wegweiser für den weiteren Verlauf des Turnier. Gegen die Goldfingers konnten wir den oberen Pool klar machen. Mit einem Sieg wären wir oben mit dabei. Zu Anfang sind wir furios gestartet und lagen schnell mit drei Punkten in Führung. Doch dann riss der Faden und wir machten leichte Fehler, die den Gegner sichtlich aufbauten. Schließlich entwickelte sich dieses Spiel zu einem richtigen „Finger-Nail-Bitter“. Als letzter Punkt angesagt wurde, führten wir mit einem Punkt und wir waren im Scheibenbesitz. Wir spielten einen überlegten und sicheren Angriff und händelten schnell bis kurz vor die Zone. Alex pflückte wegen fehlender Deckung Gänseblümchen in der Zone und winkte Hammer zaghaft zu. Dieser setzte zum tödlichen Pass an, der aber vom Winde verweht wurde. Im direkten Gegenzug machte Potsdam den Punkt zum Unentschieden.  Nur ein Punkt entschied, pathetisch ausgedrückt, über Triumph oder Untergang, denn für den oberen Pool mußte nun ein Sieg gegen die Haaner Hähnchen her und es war eigentlich vorher klar: Das Spiel gegen die Haaner Hähnchen war nicht zu gewinnen. So kam es leider auch…außer über gute Ansätze, hatten wir nicht wirklich eine Chance. Die Enttäuschung war groß: unterer Pool.  Zudem wurde das Spiel von einem Unfall überdeckt. Bei einem wirklich sehenswerten Dive, brach sich Thomas recht dramatisch den kleinen Finger. Weiterhin schnelle Genesung. Im letzten Spiel des Tages waren alle schon in Gedanken bei der Party und so schenkten wir gegen Kassel einfach ab. Beim anschließenden Beerrace vertraten uns Mandy, Tim und Eggi würdig und wurden Dritte. Für mich ist allerdings hierbei nicht abschließend geklärt worden, was Mandy eigentlich solange beim Bier gemacht hat.
Auf der Party trumpften wir dann wieder groß auf. Aufgefüllt mit allerlei Cocktails und nachgefüllt mit ein wenig Tequilla, gewannen wir die Party.
Das erste Spiel gegen Braunschweig fällt für mich unter der Rubrik „Katerspiel“. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Das gute an solchen Katerspielen ist, dass man sie schnell vergisst. Mittlerweile spielten wir nur noch um hintere Ränge. Das letzte Spiel des Turniers hatte aber noch einen Knaller parat. Unser Sieg und damit der positive Abschluss des Turniers wurde von einem wirklich harten Unfall überschattet, der leider mich selbst betraf. Ein Splitterbruch im Schlüsselbein war die Folge. Auf die anschließende liebevolle Behandlung durch die Münsteraner Ärzte hätte ich gerne verzichtet.
Abschließend möchte ich zwei Dinge sagen:
1.   Wir haben das Zeug dazu richtig gut zu spielen, doch unser Kopf spielt manchmal nicht mit.
2.   Da ich mindestens ein halbes Jahr kein Turnier mehr spielen kann, hoffe ich, dass irgendwer trotzdem Turnierberichte schreibt.
3.   Ich habe nicht über alle Spiele berichtet